eBooks – Bücher im neuen Zeitalter

Bücher sind – so scheint es wohl – eines der wenigen überbliebenen Medien, die schon unsere Vorfahren im ausgehenden Mittelalter kannten. Nun, in Zeiten von Smartphones, Anglizismen in jeder Ecke und Co. Scheint auch das Buch eine Wandlung durchzumachen. Ein Kommentar dazu.

Begriffserklärung

Was ist ein eBook überhaupt? Wie der englische Name sagt, handelt es sich hierbei um ein digitalisiertes elektronisches „Buch“, das man mittels spezieller E-Book-Reader oder Tablet-Computern, lesen kann. Man lädt sich aus dem Internet das jeweilige Buch, das man lesen möchte, herunter und hat dies dann auf seinem Abspielgerät gespeichert, sodass man jederzeit und überall Zugriff darauf hat. Das klassische Umblättern entfällt und wird ersetzt durch ein Touchpad, auf dem man die Seiten verschieben kann.

Vorteile?

Der größte Vorteil ist sicherlich, dass man unterwegs nicht mehr die schweren Hardcover Bücher herumtragen muss, sondern gemütlich seinen E-Book-Reader auspackt und sofort seine Lieblingsbücher vor Augen hat. Man kann sich einfach und schnell neue Bücher herunterladen und braucht keinen Stauraum mehr, um die Bücher zu lagern. Des Weiteren können eBooks nicht verstauben oder vergilben.

Nachteile?

Ebooks machen das klassische Buch, Bibliotheken und Buchhändler nutzlos. Man geht einfach ins Internet, sucht nicht lange und innerhalb von wenigen Sekunden hat man sich das gewünschte Buch  heruntergeladen. Allerdings entfällt so auch das Umblättern, die Aufbewahrung im Regal – eben alles, was ein Buch ausmacht.

Meine Meinung?

Für eBooks werde ich mich nicht begeistern können. Mit dem Charme einer PDF-Datei starrt mich ein Text an, der den Anschein macht, als hätte ich ihn eben schnell geschrieben und auf mein Gerät gepackt. Kurzum: das Buch wird auf den Inhalt reduziert. Klar, mag man jetzt denken, ist der Inhalt das Wichtigste an einem Buch. Aber ein Buch zeichnet eben noch viel mehr aus, was es von einer Textdatei unterscheidet. Der ganze Flair des Buches ist zerstört, wenn man es digitalisiert. Man kann eBooks nicht ins Regal stellen, sich nicht am Cover und Geruch erfreuen und nicht einmal Seiten umblättern. Die Freude, ein gerade gekauftes und lang ersehntes Buch in der Hand zu halten, ist nicht vorhanden, wenn ich mit drei Klicks meine virtuelle Beschäftigung herunterlade. Zumal dieser digitale Datenhaufen schnell gelöscht und verloren gehen kann.

Auch über die Platzersparnis lässt sich Streiten. Um ein eBook lesen zu können, braucht man allemal ein Gerät, das auch groß genug ist, um die Buchstaben entziffern zu können, und solche Geräte sind kaum kleiner als ein gewöhnlich großes Buch, zumal auch ein Aufladegerät vonnöten ist.

Ich bin nicht konservativ und auch kein Vergangenheitsfanatiker, wie manche Freunde der modernen Technik sicher einzuwenden wüssten, aber Bücher sind noch lange nicht reif für ihren Abgesang.

 

Und was denkst du dazu?